Freitag, 21. Juli 2017
Gröbzig, die kleine Stadt an der Fuhne
 
 Gröbzig ist ein kleines Städtchen mit etwa 3.000 Einwohnern mitten in Sachsen-Anhalt am südlichen Rand des ehemaligen Landkreises Köthen am kleinen Flüsschen “Fuhne” gelegen.

Erreichen können Sie Gröbzig über die Landstraßen L146 von Halle und Bernburg und L147 von Köthen und Könnern.

Erstmals wurde Gröbzig im Jahr 1176 urkundlich als “Grobiske” erwähnt, im Jahr 1465 wurde das Stadtrecht an “Gröbzig” verliehen.

Seit dem 17.Jahrhundert lebten in Gröbzig Juden. Sie legten sich einen Friedhof an und bauten sich eine Synagoge. Beide wurden im Jahr 1934 von letzten in Gröbzig lebenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde dem Heimatverein zur musealen Nutzung übertragen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sie ohne Schaden die Pogromnacht 1938 überstanden haben.

Mit der Erfindung der Metallspinndüse durch den Gröbziger Uhrmacher Eilfeld wurde Gröbzig zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts weit über die Stadt- und Landesgrenzen hin bekannt.

Ältestes Zeugnis der Vergangenheit Gröbzigs ist der etwa 1000 Jahre alte Schlossturm, der heute das Wahrzeichen ist und im Volksmund “Mauseturm” genannt wird.